Corinna Ahrendt Steuerberater Leipzig
Corinna Ahrendt Steuerberater Leipzig
Steuerberater Leipzig
Steuerberater Leipzig

BAFA Fördermittel für Unternehmensberatungen ab 2016

Mit Beginn des Jahres 2016 ist die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen und der freien Berufe neu ausgerichtet worden.

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen KfW Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", „Gründercoaching Deutschland", „Turn-Around-Beratung" und „Runder Tisch" zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist nun das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

Die Förderprogramme richten sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden.

 

Wer wird gefördert?

Die neue „Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen. Bestimmte Branchen sind von der Beratung ausgeschlossen.

 

Als Gründungsdatum zählt bei gewerblich Tätigen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei Freiberuflern die Anmeldung beim Finanzamt.

 

Welche Unternehmensberatung wird gefördert?

Die BAFA fördert Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen mit folgenden Beratungsschwerpunkten:

 

Allgemeine betriebswirtschaftliche Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

 

Spezielle Beratungen zu zusätzlichen Themen hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

 

Nicht gefördert werden unter anderem Beratungen die überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie z.B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben.

 

Wie hoch ist der Beratungszuschuss?

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

Die Fördersätze betragen 80 % für die neuen Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 % (für Leipzig),
90 % für Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort.

 

 

Unternehmens-

art

Bemessungs-grundlage Fördersatz maximaler Zuschuss Eigenanteil
Junge Unternehmen 4.000 Euro 80% 3.200 Euro    800 Euro
60% 2.400 Euro 1.600 Euro
50% 2.000 Euro 2.000 Euro
Bestands Unternehmen 3.000 Euro 80% 2.400 Euro    600 Euro
60% 1.800 Euro 1.200 Euro
50% 1.500 Euro 1.500 Euro
Unternehmen in Schwierigkeiten 3.000 Euro 90% 2.700 Euro    300 Euro

 

 

Damit hat sich der von der Unternehmerin zu tragende Eigenanteil gegenüber dem KfW Programm der Jahre vor 2016 erhöht und es ist ab 2016 eine Beratungszuschusskürzung eingetreten.

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Unternehmen. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen. Die Beratung darf nur von einem bei der BAFA gelisteten Unternehmensberater durchgeführt werden. Es empfiehlt sich daher vorab mit dem gewünschten Berater kontakt auf zu nehmen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Wenn Sie Interesse an einer Beratung haben, die durch Fördermittel teilfinanziert wird sprechen Sie uns gerne an. Wir prüfen in einem kostenlosen Erstgespräch ob Ihr Beratungsbedarf förderfähig ist und unterstützen Sie bei der Beantragung der Fördermittel.

Corinna Ahrendt

Steuerberaterin

Unternehmer-Coaching

Leipzig

Wir sind Partner der Gründerwoche Deutschland 2017. Link

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